Kultur, Kaffee und Kuscheln: Mit Begleitung Leipzig erleben

Sommer am Alten Rathaus und der barocken Alten Handelsbörse Leipzig. Foto: Detlef M. Plaisier

Sommer am Alten Rathaus und der barocken Alten Handelsbörse Leipzig. Foto: Detlef M. Plaisier

Leipzig lockt. Nicht nur Hipster und junge Kreative, die sich im Westen rund um den Karl-Heine-Boulevard und die Plagwitzer Künstlerlofts ansiedeln. Auch Familien mit Kindern finden in der heimlichen Hauptstadt Sachsens zunehmend ein Zuhause. Was in den Mainstream-Medien immer wieder mit den unangenehmen Begleitumständen einer Großstadt verbunden wird, interessiert dabei die Neu-Leipziger wenig: Für sie ist der Leipziger Osten das attraktivste Gebiet. Die Stadtteile Ortsteile Neustadt-Neuschönefeld, Volkmarsdorf, Anger-Crottendorf und Reudnitz-Thonberg liegen vorne in der Gunst. Viele, die einmal weggezogen waren, kommen zurück. Sogar wissenschaftliche Studien beschäftigen sich mit diesem Phänomen. Und die meinen nüchtern, Leipzig überzeuge „durch die Verknüpfung von Ausbildungs- und Arbeitsangeboten mit der Attraktivität der Stadt.“

Dass die Messe- und Buchstadt Leipzig die Residenzstadt Dresden in Einwohnerzahl und Attraktivität für Neubürger inzwischen abgehängt hat, registrieren die Stadtoberen und Bürger Leipzigs mit zufriedenem Schmunzeln. Das kommt dann auch mal bei einem Stadtrundgang durch. Dem Dresdner Stolz, der Frauenkirche, setzt Leipzig mit der Thomaskirche und der Nikolaikirche gleich zwei geschichtsträchtige Gotteshäuser entgegen. Zur Thomaskirche gehört untrennbar Johann Sebastian Bach, und ohne die mutigen Menschen rund um die Nikolaikirche gäbe es heute keine deutsche Einheit.

Mitbringsel aus Auerbachs Keller: Die Mephisto-Ente. Foto: Detlef M. Plaisier

Leipziger Mitbringsel aus Auerbachs Keller: Die Mephisto-Ente. Quelle: Auerbachs Keller

Die Weltoffenheit und Internationalität Leipzigs zeigen sich an jeder Ecke. 1015 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, seit 1497 mit dem Messeprivileg versehen – Leipzig überzeugt über die Jahrhunderte. Große Namen waren hier, Philosophen, Monarchen und Künstler. Der unerfahrene junge Goethe studierte und poussierte zwei Jahre in Leipzig und setzte Auerbachs Keller im Faust ein bleibendes literarisches Denkmal. Wer die Sehenswürdigkeiten Leipzigs kennenlernen möchte, bucht eine der thematischen Stadtführungen oder besteigt einen der Hop-On Hop-Off Rundfahrtbusse. Wenn Sie sich mit einem Trabi durch die Messestadt chauffieren lassen, bekommen Sie gleich noch eine Einführungslektion Sächsisch und erfahren, warum man in Leipzig „Gaffee“ und „Gaggau“ trinkt.

Und wer teilt meine Erlebnisse in Leipzig mit mir? Etwas Neues zu entdecken macht doch zu zweit viel mehr Spaß und birgt so manche Überraschung. Was kann es da Schöneres geben als die Begleitung einer unbeschwerten und gebildeten jungen Dame, die ebenso neugierig ist wie ich und es versteht, mir einen unvergesslichen Aufenthalt in Leipzig zu gestalten? Mit der Vorfreude auf gemeinsame prickelnde Stunden vergehen Geschäftstermine viel schneller. So manche Tür öffnet sich wie von Zauberhand durch das unwiderstehliche Lächeln einer charmanten Begleitung. Und nach dem Besuch einer Aufführung im Gewandhaus oder einem exklusiven Restaurantbesuch hoch über den Dächern von Leipzig ist der Abend noch nicht zuende…

Congratulations: Tonga has a new Princess

Tongan_coat_of_arms.svgCrown Princess Sinaitakala gave birth to a baby girl at 7.49am, Saturday 12 July, at Auckland Hospital, New Zealand. His Majesty Tupou VI has given his consent for the baby girl to be named Princess Halaevalu Mata’aho. Princess Halaevalu is Crown Prince Tupouto’a and Crown Princess Sinaitakala’s second child. Their first child, Prince Taufa’ahau Manumataongo Tuku’aho was born on 10 May 2013.

(Source: Matangi Tonga Online)

Schmerzhafter Abschied: Das Ende des Sponsorings für Valya in Kazakhstan

Good bye Valya

Good bye Valya

Es war ein schleichendes Ende. Nun habe ich den Schlussstrich gezogen. Mein Patenkind Valya hat sich seit einem halben Jahr nicht mehr direkt bei mir gemeldet. Nur über Dritte habe ich erfahren, dass sie schwanger sei (und dann doch nicht), dass sie heiraten wolle (und dann doch nicht) und dass sie mein gesponsortes Handy verloren habe. Ich weiß nicht, wie sich ihre Ausbildung entwickelt. Auch der Kontakt zu ihrer besten Freundin Vera ist abgebrochen. So habe ich nach quälenden Wochen eine schwere Entscheidung getroffen:

„Dear Valya, this is Detlef writing to you, do you remember me? I was your sponsor for a while, and now I´m ending my sponsorship for you. For months I haven´t heard anything directly from you, only Valentina gave me very little information about what you are up to. The sponsorship is a one-way-road for me, and I´m really sorry to say I cannot see any further development between us. I wish you all the best for you future, Detlef“

Verwirrung in Kazakhstan: Schwanger? Heirat?

Das waren noch gute Zeiten: Valya im August 2013

Das waren noch gute Zeiten: Valya im August 2013

Aus Kazakhstan gibt es keine guten Nachrichten. Vor sechs Wochen hat Valya erzählt, sie sei schwanger und wolle ihren Freund heiraten. Nicht mir, sondern ihren Freundinnen in Petro. Gegenüber der Koordinatorin hat sie dann gesagt, sie sei nun doch nicht schwanger, aber an der Heirat wolle sie festhalten. Es gab wohl mehrere ernsthafte Gespräche dazu. Das Ergebnis kenne ich nicht. Außerdem hat Valya das Handy verloren, das ich ihr gesponsort hatte. Valya hat sich bisher nicht bei mir gemeldet. Ich habe das Stipendium für sie erst einmal ab April eingestellt. Geld für neue Kleidung zum Frühjahr war noch angespart.

I understand that the kids want to make own decisions. Still, Valya is far too young to get married and have kids, even though it might be legally OK in that age in Kaz. I think I´m more sad than disappointed or angry. Valya was very ambitious at school and to learn being a cook, so it seemed to me from what she wrote. She may hang on to these plans but my gut feeling tells me, Valya may not continue her cooking school but get pregnant instead. That´s not what I wanted for her and why I support her. I feel, now that she has found someone to rely on (hopefully her boyfriend), she´s given up being responsible. I understand the longing for an own little happy family with her background. Still, a marriage certificate is not at all a warrant for happiness. Having a baby means being responsible 24/7. I don´t see this in Valya for the time being.

 

Leipziger Schüler fährt zur Internationalen Physikolympiade in Kasachstan

Maximilian Keitel aus der 12. Klasse des Leipziger Wilhelm-Ostwald-Gymnasiums hat eine weite Reise vor sich: Am 14. Juli vertritt er Deutschland bei der Internationalen Physikolympiade 2014 in Kasachstan. Zuvor hatte er eine bundesweite Auswahlrunde mit dem dritten Platz abgeschlossen. Dabei ging es unter anderem um die Temperaturkurve bei der Abkühlung eines Walkadavers und die Kräfte, die bei der Aufhängung einer Klopapierrolle wirken. Mit Maximilian Keitel reisen vier weitere deutsche Vertreter aus Hildesheim, Erlangen, Frankfurt (Oder) und Wuppertal nach Astana.

IPhO_LogoDie Internationale PhysikOlympiade (IPhO) ist ein Wettbewerb für physikbegeisterte Jugendliche aus aller Welt. Er findet einmal jährlich statt.  Jedes Teilnehmerland darf bis zu fünf Schüler an den Start schicken, die dann jeder für sich um Medaillen kämpfen. Der eigentliche Wettbewerb besteht aus zwei fünfstündigen Klausuren, wovon eine theoretisch und die andere experimentell orientiert ist.

2014 nehmen über 80 Nationen an der IPhO teil. Die Bilanz des deutschen Teams kann sich sehen lassen: In den Olympiaden von 2006 bis 2013 errangen alle deutschen Teilnehmer Medaillen, insgesamt 9x Gold, 22x Silber und 9x Bronze. Die Austragungsorte der Olympiade mit Rahmenprogramm und einer Woche Aufenthalt sind für junge Leute attraktiv: Bisher ging es unter anderem nach Thailand, Mexiko, Vietnam und in den Iran. 2015 zieht die Physikkarawane nach Mumbai/Indien weiter.

Die bundesweit bisher erfolgreichsten Olympia-Gymnasien kommen übrigens mit Cottbus und Jena aus den neuen Ländern. Die Leipziger Medaillenhoffnung Maximilian Keitel ist ein naturwissenschaftlich clever Kerlchen: 2013 erkämpfte er bei der Internationalen Chemieolympiade schon die Silbermedaille. Ob es ein Zufall ist, dass der sächsische Landesbeauftragte für die IPhO ebenfalls am Wilhelm-Ostwald-Gymnasium unterrichtet?

Wir drücken für Astana die Daumen!

Thänk ju 4 tschusing Deutsche Bahn tuhdeh

  • Abfahrt Bochum mit ICE: 17:44 Uhr – Verspätung 9 Minuten
  • Abfahrt Bielefeld: Verspätung 20 Minuten
  • Ankunft Hannover: Verspätung 22 Minuten
  • Anschluss IC wartet nicht
  • Weiterfahrt nach Berlin Hauptbahnhof
  • dort 45 Minuten Aufenthalt
  • Weiterfahrt nach Bitterfeld
  • im Laufschritt umsteigen
  • Weiterfahrt nach Leipzig mit S-Bahn
  • Ankunft in Leipzig: 23:50 Uhr
  • Fahrtzeit over all: 6:06 Stunden
  • Verspätung over all: 91 Minuten
  • Zuhause: 00:20 Uhr